Exkursionen der Kreisgruppe

Mit den Grünen im Moos

Die Grünen im Bezirk Niederbayern mit MDL Eike Hallitzky links neben Joachim Aschenbrenner
Die Grünen im Bezirk Niederbayern mit MDL Eike Hallitzky links neben Joachim Aschenbrenner

Die Grünen des Bezirks Niederbayern im Königsauer Moos

 

Auf Einladung der Bayerischen Grünen des Bezirks Niederbayern stellte Joachim Aschenbrenner ihnen und MDL Eike Hallitzky das SPA-Gebiet (Special Protection Area) Königsauer Moos vor.

Das zentrale Thema war der Wert des Mooses für die Gesellschaft.

-       Das Moos als Hochwasserschutz

-       Das Moos als Klimaschutz

-       Das Moos als Grundwasserschutz

-       Das Moos als Artenschutzgebiet für seltene Tiere und Pflanzen

Das Natura 2000 Gebiet Königsauer Moos steht stellvertretend für 156.000 ha Niedermoorfläche in Bayern, die für den Klima- und Artenschutz konsequent genutzt werden könnten. Aber - dem Erhalt dieser gesellschaftlich bedeutenden Werte wird von Regierenden auf allen politischen Ebenen in Bayern gegenwärtig zu wenig Beachtung geschenkt. Und so wird auch unser Königsauer Moos weiter entwässert, bis es verschwindet. Das Erlöschen vieler Brutvogelarten im Moos wie Rotschenkel, Bekassine und Braunkehlchen sind die augenfälligen Indizien für das Sterben des Mooses.

„Stars“ im Windkanal: LBV besucht Max-Planck-Institut für Ornithologie

17.04.2010: Auf den Spuren von Konrad Lorenz, des berühmten Verhal-tensforschers, wandelten Mitglieder der Kreisgruppe Dingolfing-Landau des Landesbunds für Vogelschutz, als sie das Max-Planck-Institut für Ornithologie in Seewiesen am Eßsee besuchten. Freilich ging es bei die-sem Besuch nicht um Graugänse, sondern um Rosenstare, mit deren Hilfe einige der vielen Rätsel, die uns der Vogelzug immer noch stellt, gelöst werden sollen. Frau Dr. Ninon Ballerstädt, eine Mitarbeiterin des Instituts, zeigte der LBV-Gruppe den Windkanal, in dem Verhaltensweisen der Rosenstare bei Langstreckenflügen getestet werden. Die Tatsache, dass Vögel auf ihrem Flug in und aus den Überwinterungsgebieten oft tagelang ohne Nahrungsaufnahme und Ruhepausen unterwegs sind und dabei ihre eigenen Organe verdauen, um zu überleben, wirft viele Fragen auf. Etwa warum Vögel diese Fähigkeit nur auf dem Zug haben und nicht in der Brut– oder Überwinterungszeit. Bevor die Rosenstare, sieben an der Zahl, zwischen fünf und sieben Jahren alt und im Institut gezüchtet und großgezogen, im Windkanal oft bis zu sechs Stunden fliegen, werden sie gewogen, ebenso am Ende der Flugphase. So konnte festgestellt werden, dass die Vögel zu Beginn des Fluges ziemlich viel Gewicht verlieren, also Ballast abwerfen, und dann ihr „Fluggewicht“ ziemlich konstant beibehal-ten. Erforscht wird ebenso das Schlafverhalten der Vögel während langer Flugzeiten. Ein faszinierendes Forschungsgebiet wurde den LBVlern näher gebracht, die sich bei Dr. Ballerstädt mit einer Spende für ihre Auffang-station für verwaiste und verletzte Mauersegler bedankten. Über diese Station und ihre Arbeit mit Mauerseglern hatte Ninon Ballerstädt in einem Vortrag in Landau berichtet und damit viel Aufmerksamkeit und Interesse geweckt.

Der Ausflug wurde mit eine Führung durch den großen Campus des Max-Planck-Institutes am Eßsee und einer Brotzeit im Kloster Andechs beschlossen.