Versammlungen und Vorträge der LBV-Kreisgruppe Dingolfing

Ehrung für 30 Jahre Mitgliedschaft und Einsatz für die Natur

Der KG Vorsitzende Joachim Aschenbrenner, Burkhard Werthmann, Ruth Waas
Der KG Vorsitzende Joachim Aschenbrenner, Burkhard Werthmann, Ruth Waas

Im Rahmen der Jahreshauptversammlung wurde Burkhard Werthmann für seine Mitgliedschaft und seine langjährige aktive Mitarbeit geehrt. Die Ehrung mit Urkunde und der LBV Anstecknadel in Gold übernahm Ruth Waas von der Bezirksgeschäftsstelle Straubing.

Vortrag am 15.11.2013 von Willi Holzer: Greifvogelschutz tut Not!

Landau. Gut besucht war die erste Veranstaltung der Wintervortragsreihe des Landesbund für Vogelschutz zum Thema „Greifvogelverfolgung in Bayern“ im Landauer Kastenhof. Auch in Niederbayern werden noch Greifvögel illegal mit Gift, Schrot und Fallen verfolgt.

Greifvögel üben eine große Faszination auf viele Menschen aus. Vogelschützer, Naturschutzverbände und Naturfreunde setzen sich ehrenamtlich für den Erhalt dieser zum Teil selten gewordenen Arten ein, damit sich auch künftige Generationen an ihren Flugkünsten erfreuen können. Leider gibt es auch weniger Positives zu berichten. Willi Holzer aus Freising, welcher eine Greifvogel-Auffangstation in Freising betreut, berichtete über seine Erfahrungen im Greifvogelschutz. Er führt seit fast vier Jahrzehnten Bestandsaufnahmen bei Mäusebussard, Sperber und Habicht durch. Böswillige Übergriffe auf diese Tiere wären nicht so selten.15 Greifvogelarten gäbe es in Bayern, als Wintergäste kämen noch Rauhfußbussard, Merlin und Kornweihen dazu. Seeadler, Wiesenweihe und Kornweihe seien in Bayern sehr selten und vom Aussterben bedroht (Kategorie 1 der Roten Liste Bayerns). Die Tötung solch seltener Tiere sei besonders tragisch. Dabei umfasse die Verfolgung von Greifvögeln alle Maßnahmen mit dem Ziel, Greifvögel unschädlich zu machen oder für eigene Zwecke zu nutzen. Motive seien der „vorbeugende Schutz“ vor oder die Abwehr von Übergriffen auf jagdbares Wild (insbesondere Hase, Fasan, Rebhuhn) oder Geflügel (Tauben, Hühner). Auch die Präparation von Vögeln, die Falknerei mit Greifvogelschauen oder die Privathaltung wäre für Jäger, Falkner, Geflügelzüchter, Präparatoren oder andere Personen ein Grund, diese Tiere zu verfolgen oder sich anzueignen. Der Referent stellte anhand einer Vielzahl von Bildern aus verschiedenen Landkreisen das Vorgehen der Täter vor. Ob Auslegen von Giftködern oder Gifteier, als Auswilderungsvolieren für Fasane getarnte Fanganlagen, ohne Genehmigung aufgestellte und mit lebenden Tauben beköderte Fangkörbe, alle diese Methoden seien illegal und strafbar. Außerdem würden Fangkörbe zum Teil dem Tierschutzgesetz widersprechen. Die Vielzahl von Beispielen mache ersichtlich, dass die Verfolgung von Greifvögeln wie Mäusebussard, Habicht und Sperber, aber auch von selteneren Arten wie Wanderfalke, Rotmilan oder Rohrweihe auch in Bayern nach wie vor ein gravierendes Problem darstelle. „Man dürfe sich die Frage stellen, ob der gesetzliche Schutz hinreichend wirksam ist!“, so Holzer.Gefundene tote oder verletzte Greifvögel sollten immer gemeldet werden. Es gäbe auch in jedem Landkreis Ansprechpartner, die hier gerne behilflich seien. Auf der Internetseite des LBV seien diese mit Telefonnummer zu finden. Mittlerweile würden bayernweit Fälle der Greifvogelverfolgung registriert, auch ein Hundeeinsatz zur Giftködersuche sei schon getestet worden. Mit Nachdruck zu fordern wäre überdies wie in anderen Bundesländern eine Stabsstelle für Umweltkriminalität auch in Bayern. Hier könnten Straftaten von sehr gut ausgebildeten und unabhängigen Fachleuten gezielt verfolgt werden. Diskutiert wurde auch eine illegale Greifvogelverfolgung in der Gemeinde Essenbach. Der Fang eines Habichts durch einen Jäger wurde dort kürzlich mit 3000 Euro Strafe und Jagdscheinentzug geahndet.


Glückliches Ende für "unseren" Mauersegler !

Eine erfreuliche Nachricht erreichte unsere Kreisgruppe am Sonntag Vormittag. Frau Doktor Ninon Ballerstädt aus Tutzing konnte am 27.07.2013 , den in Dingolfing gefunden Mauersegler, erfolgreich abfliegen lassen. Ein Happy End in einem ansonsten sehr schlechten Jahr für die Mauersegler. Herzlichen Dank noch einmal an Martin Blasi, der zusammen mit einem Freund den verletzen Mauersegler während der Schlechtwetterperiode fand und nicht seinem Schicksal überlies sondern schnell und richtig handelte. Nur durch den beherzten Einsatz hatte der Vogel überhaupt eine Chance. Nach dem Stillen der Blutung am Flügel, organisierte die Kreisgruppe den Transport des verletzten Seglers nach Tutzing. Dort übernahm Frau Ballerstädt die intensive und zeitaufwändige Pflege. Obwohl es am Anfang sehr schlecht um den Segler stand, da er alle großen Handschwingen des einen Flügels eingebüßt hatte, entwickelte der Vogel überraschender Weise schnell neue Federn. Dies ist sehr außergewöhnlich um diese Jahreszeit, eigentlich ist die Mauser bei Mauerseglern erst wieder im Winter. Es freut uns sehr dass in der Natur beinahe nichts unmöglich erscheint und unser Einsatz belohnt wurde. Guten Flug, lieber Mauersegler, auf das wir Deine "Srriiiiie, Srriiiiie" Rufe im nächsten Sommer wieder hören dürfen!!!

Michael Herzig

Jahreshauptversammlung mit Vorstands-Neuwahlen am 08.03.2013 im Landgasthof Apfelbeck / Mamming

Foto: Ruth Waas
Foto: Ruth Waas

Der Vorstand unserer Kreisgruppe:

im Hintergrund: Michael Püls (ehemaliger Schatzmeister, jetzt Beisitzer), Stefan Franziszi (Kassenprüfer, neu gewählt)

mittlere Reihe (von links): Joachim Aschenbrenner (erster Vorsitzender, wiedergewählt), Annemarie Aschenbrenner (Schriftführerin, wiedergewählt), Dr. Elfriede Feicht (Beisitzerin, neu gewählt), Heike Herzig (Kassenprüferin, wiedergewählt), Marcel Püls (Jugendbeauftragter, wiedergewählt),

untere Reihe (von links): Michael Herzig (2. Vorsitzender, wiedergewählt), Andrea Püls (Schatzmeisterin, neu gewählt) und Dr. Gisela Merkel-Wallner vom Landesvorstand.

Nicht mehr kandidiert haben und vom Vorstand dankend verabschiedet wurden: Walter Franziszi, Reinhard Fischer und Peter Hirmer.

Gratulation und ein großes Dankeschön für 30 Jahre beim LBV!!!

Joachim Aschenbrenner, der Jubilar Klaus Klobe und Frau Dr. Gisela Merkel-Wallner
Joachim Aschenbrenner, der Jubilar Klaus Klobe und Frau Dr. Gisela Merkel-Wallner

Die Donau in Niederbayern, Vortragabend mit Josef Baumgartner

Vergangenen Freitag lud die Kreisgruppe des Landesbundes für Vogelschutz (LBV) zu ihrem vierten Wintervortrag „Natur an der frei fließenden Donau“ nach Landau ein. Der LBV Vorsitzende Joachim Aschenbrenner konnte für diesen Lichtbildvortrag den bekannten Naturfotografen Josef Baumgartner aus Sattling im bis auf den letzten Platz gefüllten Gewölbe im Kastenhof begrüßen. Baumgartner ist an der Niederbayerischen Donau aufgewachsen und fotografiert seit etwa fünfzehn Jahren intensiv die Natur Niederbayerns, Europas und Nordamerikas.

Ja und was dann an Bildern von der frei fließenden Donau, von der Isarmündung bis Hilgartsberg bei Vilshofen vorgestellt wurde, war ein „Feuerwerk“ an Licht, Stimmungen und Tierarten, wie man sie in einer solchen Dichte wohl selten zu sehen bekommt. Mit perfekter Überblendtechnik, Musikuntermalung und kurzen Kommentaren faszinierte Baumgartner eine Stunde die Zuschauer, die er ganz in den Bann seiner Fotografien hineinzog. Von den an der Donau lebenden Zug- und Brutvögel, über Amphibien, Molche und Fische bis hin zu Schmetterlingen war der Fächer der Naturdokumentation gespannt. Dazu kommt sein professioneller Umgang mit der Kameratechnik, mit der er gleichsam zum „Naturmalermaler“ wird. Mit den Elementen Fluss, Licht, Wasser, Eis, Pflanzen und Tiere gestaltet er seine fotografischen Kompositionen. Und er sagt von sich: „Erst Ästhetik und Ideen verleihen Fotografien die ganz besondere Note.“ Es war ein Lichtbildvortrag, der den Besuchern sicher im Gedächtnis bleiben wird.

18.Februar 2013 Vortrag von Christian Wagner

Naturreisen durch Süddeutschland

 

Zu vogelkundlichen Reisen in die Natur, von der Mosel bis zum Watzmann, lud am vergangenen Freitag der Landesbund für Vogelschutz (LBV) in den Kastenhof in Landau ein. Der LBV konnte dafür den bekannten Autor ornithologischer Reisebücher Dr. Christian Wagner aus Freising gewinnen, der die Zuschauer im bis auf den letzten Platz gefüllten „Gewölbe“ auf eine spannende Exkursion durch Süddeutschland mitnahm.

Dass es noch solche naturnahen „Schätze“ in Süddeutschland gibt, hatten die Besucher dieses sehr gut aufbereiteten Lichtbildvortrages mit genauen Karten, Ortsbeschreibungen und Natur- und Vogelbildern nicht erwartet. Von der Alpendohle bis zur Zippammer, vom Großen Brachvogel bis zum Zwergstrandläufer wurden Vogelarten in ihren Zug- und Brutgebieten in einem Artenreichtum vorgestellt, den man für Süddeutschland nicht für möglich halten würde.

Vom Kaiserstuhl mit seinen wärmeliebenden Arten wie Wiedehopf und Bienenfresser über das EU Schutzgebiet Wagbachniederung am rechten Rheinufer mit seinen Seeschwalben- und Watvogelarten, die hier durchziehen, bis hin zum Bodensee und den oberbayrischen Seen und hinauf in die Alpen stellte C. Wagner fantastische Gebiete und ihre Vögel vor. Aber auch von unserem Landkreis aus sind einige Vogelschutzgebiete schnell erreichbar, die eine überraschende Fülle an Vogelarten beherbergen, sei es auf dem Zug oder als Brutgebiet. Das sind besonders zu den Vogelzugzeiten der Echinger Stausee, das bayerische Wasserrallengebiet, der untere Inn mit seiner Fülle an Enten- und Watvögeln, ebenso die Donau bei Straubing oder das Rötelseeweihergebiet bei Cham mit zahlreichen Reiherarten.

Würde man sich über das Jahr hinweg mit Wagners Buch „Vögel beobachten in Süddeutschland“ aufmachen und seinen Exkursionsvorschlägen folgen, so könnte man mit Geduld und Beobachtungsausdauer über 300 Vogelarten entdecken und dazu natürlich auch Insekten und Blumenarten, die für die meisten Gebiete typisch sind. Und wer in ganz Deutschland auf „betreute“ Exkursion gehen will, dem stehen noch die beiden weiteren Bände „Norddeutschland“ und „Ostdeutschland“ von Wagner als kompetente Begleiter zur Verfügung.

04.Januar 2013: Vortrag "Best of" Naturbilder 2012

Die fünf Fotografen Josef Baumgartner, Franz Meindl, Joachim Aschenbrenner, Michael Herzig, Marcel Püls (von links nach rechts)
Die fünf Fotografen Josef Baumgartner, Franz Meindl, Joachim Aschenbrenner, Michael Herzig, Marcel Püls (von links nach rechts)

Dingolfing/Landau: Artenreichtum und Vogelvielfalt im Norden Venezuelas

Über 20 Naturinteressierte und Mitglieder des Landesbund für Vogelschutz verfolgten gebannt den Lichtbildervortrag von Heike und Michael Herzig am Freitagabend im Kastenhof Landau. Die beiden Referenten zeigten Bilder einer privat organisierten 12-tägigen Erkundungsreise in die nördliche Küstenkordiliere Venezuelas, die im April 2011 stattfand. Die Reiseplanung startete aufgrund einer Internetseite: www.bugparadise.com Diese Seite offeriert einen unvergesslichen Urlaub in einem von einer deutschen Familie geführten privaten Paradies für Naturliebhaber. Die liebevoll gestaltete Homepage von Norbert Flauger, eines bayrischen Biologen, der mit seiner Frau seit 20 Jahren in Venezuela lebt, versprach Natur pur, Tagesausflüge in Urwälder, an die karibische Küste und das alles mit familiären Charme.

Nach einer völlig problemlosen Kontaktaufnahme per Telefon begab man sich schließlich im Frühjahr, zum Ende der Trockenzeit, Anfang der Regenzeit, auf die Abenteuerreise. Nach einem langen Flug von Frankfurt nach Caracas, der Millionenmetropole und Hauptstadt Venezuelas, kam man nach einem vierstündigen Autotransfer in der Dunkelheit in der „Casa Maria“ an. Noch ließ sich das Paradies nur erahnen. Die ganze geballte Schönheit und Biodiversität erfuhr man dann am nächsten Morgen bei Tagesanbruch. Das leise Insektenkonzert der Nacht wurde nun zu einem wahren Orchester, der liebevoll gestaltete Garten der Familie Flauger erstrahlte im ersten Sonnenlicht und kaum ein Busch oder Baum war nicht voll mit Vögeln. Bereits vor dem Frühstück wurden die ersten neuen Arten beobachtet. Der Garten allein beherbergte mehr als 70 verschiedene Vogelarten, darunter der Rotschwanz-Glanzvogel, der Schwarzohrpapagei und der Blauzügelarassari, der zu den Tukanen zählt. Eine Vielzahl an Singvögeln wie verschiedene Waldsänger, der Rotrückenzaunkönig und verschiedene Tangaren, wie die Bischofstangare, Isabelltangare, Purpurtangare und die Palmtangare. Eine weitere Vogelfamilie, die Tyrannen bzw. Fliegenschnäpper war ebenfalls mit einer Vielzahl vertreten und konnte ausgiebig beobachtet und studiert werden. Und das alles noch vor und auch während des Frühstücks auf der Terrasse. Verköstigt und rund um die Uhr umsorgt wurden die Reiseteilnehmer von einem weiteren Mitglied der Familie Flauger: Xiomara, ein echter „Schatz“ aus dem venezuelanischen Urwald, kochte bayrisch-venezuelanisch und sorgte für die nötige Stärkung und versorgte zusätzlich noch mit liebevoll und mehr als ausreichendem Proviant für die Tagesausflüge mit Jeep oder Unimog.

Auf diesen Exkursionen konnte der Biologe Norbert Flauger sein unerschöpfliches Wissen über die Natur zeigen und führte uns zielsicher von einem Naturschatz zum nächsten, zeigte uns aber auch die vielfältigen und nicht mehr zu übersehenden Bedrohungen des Naturparadieses und dem rücksichtslosen Zerstörungsdrang des Menschen. Doch alldem zum Trotz geling es ihm, für sich, seine Gäste und vor allem für die Tierwelt noch intakte Urwaldparzellen und Biotope zu erhalten.Sogar der an sein Grundstück angrenzende Orangenhain wird Stück um Stück mit einheimischen Gewächsen bepflanzt und zurück in einen Urwald umgewandelt. Dort tummeln sich bereits zahlreiche Kolibriarten wie die Glitzeramazilie oder der Buffonkolibri, an Greifvögeln wurden dort die insektenjagenden Schwalbenweihen oder die Schwebeweihen beobachtet.

Dreifingerfaultiere findet man auf dem Grundstück ebenso wie verschiedene nachtaktive Vogelarten, wie die Cholibaeule, den kleinen Strichelkauz, den großen Bindenhalskauz oder den skurilen Riesentagschläfer. Auch für Entomologen zeigte sich der Urwald als nahezu unerschöpflich. Die Insektenwelt erstaunte die Reiseteilnehmer jeden Tag und jede Nacht aufs Neue. Harlequinbockkäfer und Elefantenkäfer, Morphofalter und Nachtfalter in allen Farben und Schattierungen erfreute das Naturfreundeherz. Ein weiteres Highlight war ein kleiner Frosch, der jeden Abend aus einem Gesteck auf dem Tisch heraus quakte und jeden Gast erfreute. Natur pur und das 24 Stunden am Tag!

Weitere Ausflüge führten uns nach Palmichal auf etwa 1000m in einen nur wenigen Menschen zugänglichen Urwald, dort überraschten uns die stimmgewaltigen Brüllaffen ebenso wie der Glockenvogel, dessen Gesang an entfernte Kirchturmglocken erinnert. Gesucht wurde auch der seltene Quetzal, eine Vogelart des Regenwaldes, der nach langer Suche ebenfalls noch verhört werden konnte. Eine Bootstour durch Mangroven bescherte Kaimane, einige Salzwasserkrokodile und die wunderschönen roten Scharlachsichler, besichtigt wurde auch eine große Kolonie von Amerikanischen Flamingos, die über 20000 Tiere beheimatet. Jeden Abend wurden dann die untertags geschossenen Bilder begutachtet und ausgewertet, bis spät in die Nacht wurde am Lagerfeuer gefachsimpelt und bereits neue Pläne für den Folgetag geschmiedet. Untertags war man wieder unterwegs auf einsamen Urwaldpfaden, abends besuchte man ein bereits stark gefährdetes Sumpfgebiet, wo man noch die letzten Hornwehrvögel, Faulvögel und die stimmfreudigen Rotbugaras antreffen konnte. Die beiden vortragenden Naturfreunde versuchten die gewonnenen Eindrücke an die Zuhörer weiter zugeben und für das Land und die Artenvielfalt dort zu begeistern. Es wäre schön, wenn der ein oder andere ebenfalls Lust bekommen hätte sich näher mit dem Abenteuer Venezuela zu beschäftigen.

Weitere Informationen, eine Vogelliste oder Antworten auf Anfragen bekommen Sie auch gerne bei: michael.herzig.lbv@web.de


Unvergessliche Vogelbeobachtungen auf Zypern

Joachim Aschenbrenner und der Referent Marcel Püls
Joachim Aschenbrenner und der Referent Marcel Püls

Dingolfing/Landau. Einen sehenswerten Lichtbildervortrag über die Vogelwelt Zyperns konnten Interessierte und Mitglieder des Landesbundes für Vogelschutz am Freitagabend den 6.Januar 2012 im Landauer Kastenhof erleben. Marcel Püls aus Niederviehbach stellte die Höhepunkte einer Reise zur Insel der Aphrodite vor. Für Vogelbeobachter ist der Besuch der Insel fast ein Muss. Dem Vogelbegeisterten bietet Zypern neben seinen beiden nur hier brütenden Arten (Endemiten), der Schuppengrasmücke und dem Zypernsteinschmätzer, eine Vielzahl farbenprächtiger mediterraner Brutvögel, wie Häherkuckuck, Brillengrasmücke, Masken- und Rotkopfwürger . Dazu gehört auch der heimliche Halsbandfrankolin, der anderswo nur sehr schwer zu beobachten ist. Daneben bietet es hervorragende Möglichkeiten rastende Durchzügler zu studieren und an guten Tagen kann spektakulärer Durchzug von Reihern, Braunen Sichlern oder Löfflern entlang der Südküste beobachtet werden. Viele byzantinische Kunstschätze sind hier noch erhalten, schon im archäologischen Park von Paphos konnten in den Ruinen Wiedehopf, Rotkopfwürger und verschiedene Stelzenarten beobachtet werden. Ob Häherkuckuck, Kleines Sumpfhuhn, Wanderfalke, Adlerbussard und Schuppengrasmücke oder Zypernsteinschmätzer, die Umgebung des Asprokremmos-Stausees hatte ebenfalls viele ornithologische Höhepunkte zu bieten. Die spektakuläre Flugbalz der Blauracken konnte im Tal von Anarita ausgiebig bewundert werden: im mehrfachen Sturzflug mit schnellen Drehungen um die eigene Achse flog der Vogel über die Köpfe der Ornithologen. Auch Habichtsadler, Steinkauz und Blassspötter waren zu sehen. Rufende Zwergohreulen der endemischen Unterart cyprius wurden bei einer Abendexkursion entdeckt. Ihr Rufen ist vergleichbar mit dem Hupen eines Schiffsnebelhorns.

Zypernsteinschmätzer (Foto: Marcel Püls)
Zypernsteinschmätzer (Foto: Marcel Püls)

Im Troodos-Gebirge mit Schwarzkiefern, Aleppokiefern, Zedern und den endemischen erlenblättrigen Eichen wurden Zypernsteinschmätzer und die endemischen, also nur hier heimischen Unterarten von Tannenmeise, Eichelhäher, Fichtenkreuzschnabel, Gartenbaumläufer ausgiebig beobachtet. Auch die Heidelerche fühlt sich hier heimisch. Mit einem Schneesturm Mitte April hatte auf der waldreichsten Mittelmeerinsel jedoch niemand gerechnet. Viele auch in Bayern heimische Vogelarten wie Amsel, Zaunkönig oder Buchfink kommen hier ebenfalls vor.Ein Höhepunkt war die Beobachtung eines der letzten zypriotischen Gänsegeierpaare an den Klippen von Episkopi. Nach dem Anflug der Brutnische zieht einer der Vögel auf Augenhöhe sehr nahe an den Beobachtern vorbei. Anschließende Flugeinlagen eines Eleonorenfalken setzten dem ganzen Spektakel die Krone auf. Auch Alpensegler und Felsentauben waren zu sehen.Zahlreiche endemische Pflanzenarten wie z.B. das Akamas-Steinkraut, konnten auf der Akamas-Halbinsel gefunden werden. An den steinigen Hängen machten auch Felsenschwalben und der Grauortolane auf sich aufmerksam. Am Weg zum mythenumwobenen Bad der Aphrodite rundeten Blassspötter und verschiedene Schnäpperarten den Tag ab.Viele weitere Beobachtungen wie Blauwangenspinte, Chukarhuhn, Balkanlaubsänger, Maskenwürger sowie am letzten Tag auf der Fahrt nach Larnaka Spornkiebitz, Triel, Sumpfläufer und Rosaflamingos bestätigten die Vermutung der Ornithologen. Die „Ornigötter“ leben auf Zypern!

Mamming, 25.03.2011: Jahreshauptversammlung der Kreisgruppe DGF-Landau

Zur diesjährigen Jahreshauptversammlung begrüßte der Vorsitzende Joachim Aschenbrenner zahlreiche Mitglieder und die Diplom Biologin Ruth Waas, Leiterin der LBV Bezirksgeschäftsstelle in Moos.

Am Anfang erinnerte Aschenbrenner an drei verstorbene Praktiker des Naturschutzes, derer man in einer Schweigeminute gedachte. An Ambros Christof aus Landau, an Johann Ristl aus Wallersdorf, zwei ehemalige Mitglieder der Kreisgruppe, und Josef Koller aus Karslfeld bei München, Autor ornithologischer Bücher über das Dachauer Moos und begeisterter Artenschützer, zu dem die Kreisgruppe regen Kontakt hielt.

Darauf folgte ein Rückblick auf die verschiedenen Veranstaltungen wie das LBV Bezirkstreffen und die landesweite LBV Delegiertenversammlung in Amberg. Des weiteren waren es vor allem Artenschutzmaßnahmen, die die Kreisgruppe im vergangenen Jahr durchführte. Dazu gehörte das Einbringen zweier Flösse für die in Bayern vom Aussterben bedrohte Flussseeschwalbe. Die Biotopverbesserungsmaßnahmen in den Kiesgruben Eschlbach und Winkl wurden ebenfalls vorgestellt. Nach dem Kassenbericht durch Michael Püls konnte Kassenprüferin Heike Herzig eine einwandfrei geführte Kasse bestätigen.

Als Abschluss des Jahreshauptversammlung hielt Diplom Biologin Ruth Waas den Vortrag zum „Gartenrotschwanz – Vogel des Jahres 2011“, dessen Lebensweise, Zugwege und Gefährdungen in eindrucksvollen Bildern vorgestellt wurden.


Landau, 04.03.2011: Vortrag im Kastenhof / Landau: Waldnaturschutz in Vogelschutzgebieten

Der Referent Martin Lauterbach(l.) und der Kreisgruppenvorsitzende Joachim Aschenbrenner(r.)
Der Referent Martin Lauterbach(l.) und der Kreisgruppenvorsitzende Joachim Aschenbrenner(r.)

Im Rahmen des europäischen Naturschutz-Projektes Natura-2000 werden in den 84 Vogelschutzgebieten Bayerns derzeit behördliche Managementpläne erstellt. Ziel ist es, die charakteristische Vielfalt in unserer Landschaft dauerhaft zu erhalten. Am Freitag vergangene Woche konnten sich Interessierte allgemein über diese Managementplanung informieren. Martin Lauterbach von der Bayerischen Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft stellte auf Wunsch der Kreisgruppe Dingolfing den Mitgliedern des Landesbundes für Vogelschutz den Ablauf der Management-Planung vor und konnte auch schon erste Ergebnisse aus verschiedenen Teilen Bayerns präsentieren.

Mit seinen Ausführungen konnte Lauterbach die Idee, die sich hinter Natura-2000 verbirgt, näher bringen und die Verantwortung aufzeigen, die Waldbesitzer für den Vogelschutz im Wald tragen. Insbesondere die Bewirtschaftung von Wäldern der Staatsforsten stützen sich auf die erarbeiteten Naturschutzkonzepte. Im Gegensatz zu reinen Artenhilfsprogrammen mit ihrem Fokus auf Einzelarten werden in den Natura-2000-Vogelschutzgebieten (SPA-Gebieten) durchschnittlich 20 Vogelarten und ihre Lebensräume bewertet. Die dabei ausgewählten Vögel sind überwiegend bedrohte Schirm-, Weiser, und Schlüsselarten, deren Erhalt die naturschutzfachlich zentralen Strukturen und Lebensraumtypen in den Wäldern sichern können. diese Arten sind in der Regel nicht nur selten und gefährdet, sondern es sind auch Arten, für die wir auf Grund ihrer Verbreitung in Mitteleuropa besondere Verantwortung tragen. Typische mitteleuropäische Endemiten sind z.B. Mittelspecht und Halsbandschnäpper. Von den etwa 100 in Deutschland regelmäßig vorkommenden Waldvögeln beplant die Forstverwaltung 42 Charakterarten. Dazu gehören unter anderem Auerhuhn, Haselhuhn, Dreizehenspecht, Fischadler, Baumfalke, Heidelerche, Schwarzstorch und Ziegenmelker.

Der Naturschutzexperte betonte, dass durch die Planung von konkreten Erhaltungsmaßnahmen der aktive Vogelschutz in die Waldbewirtschaftung integriert werden kann. Ziel sei es, einen günstigen Erhaltungszustand der Arten und ihrer Lebensräume zu bewahren und wiederherzustellen. Es soll ein genügend großer Lebensraum vorhanden sein, um ein langfristiges Überleben der Population zu sichern. Erst die Beurteilung des Lebensraumes weist frühzeitig auf Verschlechterungen hin und zeigt zugleich im Rückblick die Ursachen auf. Starke alte Bäume oder Totholz sollen unbedingt in Waldflächen erhalten bleiben und sind enorm wichtig für das Überleben vieler Arten.

In den Jahren 2007 bis 2010 wurde ein Teil der bayerischen Vogelschutzgebiete bearbeitet. So zeigte sich schon nach den ersten Kartierungen, welche Bedeutung einige Gebiete für den Erhalt seltener Arten besitzen. Allein in den Donauauen zwischen Lechmündung und Ingolstadt wurden mehrere hundert Brutpaare des Mittelspechts ermittelt. Dieser relativ kleine Landschaftsraum weist eine hohe Zahl dieser Art auf. Ähnlich überraschend war auch die hohe Nachweisdichte des Auerhuhns im Arbergebiet mit geschätzten 30 bis 40 Individuen. In ganz Bayern ist dieser Vogel sehr selten und vom Aussterben bedroht. Ziegenmelker haben ihren Verbreitungsschwerpunkt im nördlichen Nürnberger Reichswald.

Im Überblick kristallisieren sich die zentralen Strukturen schnell heraus. Es zeigt sich, dass v.a. die Vogelarten lichter Wälder und halboffener Landschaften sowie die Arten reifer, totholz- und biotopbaumreicher (Laub-)Mischwälder besondere Beachtung erfahren müssen. Zur ersten Gruppe gehören z.B. Grauspecht, Wendehals, Baumpieper und Heidelerche. Sie brauchen neben biotopbaumreichen, lichten Althölzern vor allem extensiv genutzte Offenlandschaften mit spärlicher Vegetation. Als überwiegend Insektenjäger könne sie in zu dichter Gras- und Strauchvegetation keine Nahrung mehr erbeuten. Die zweite Gruppe besteht aus den Weiserarten reifer Wälder wie Mittelspecht, Halsbandschnäpper, Kleinspecht, Hohltaube, Weißrückenspecht, Dreizehenspecht und Zwergschnäpper, deren wichtigste Requisiten Althölzer mit reichlich Totholz und Biotopbäumen darstellen. Man benötigt nicht nur kleine nutzungsfreie Biotopinseln, sondern diese Strukturen müssten zum Schutz dieser Arten auf großer Fläche erhalten werden, so Lauterbach.

Nach einer erfreulich lebhaften Diskussion bedankte sich der LBV-Vorsitzende Joachim Aschenbrenner mit einem kleinen Präsent beim Referenten.

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Landau, 14.Januar 2011: Michael Herzig zeigte am Freitag Abend 280 Naturbilder der beiden Kanarischen Inseln La Palma und Teneriffa.

La Palma wurde im November 2006 von zwei Mitgliedern der LBV Kreisgruppe Dingolfing-Landau für eine Woche bereist. Abseits vom Pauschaltourismus, in eine kleinen Finca mit Solaranlage auf dem Dach. Mit Selbstverpflegung und Leihwagen ab Flughafen. Touren wurden aus einem Wanderführer vorher ausgesucht, Die Besonderheiten von La Palma, wie der Lorbeerwald im Norden und das vulkanische Weinanbaugebiet im Süden wurden auf gemütlichen Tagestouren erkundet. Ein Lavastrand im Südwesten der Insel lud sogar im November noch zu einem Bad im Atlantik ein. Bei der Verpflegung wurde darauf geachtet, hauptsächlich einheimische Produkte zu verwenden, wie zum Beispiel frische, noch grüne Orangen und Avokados. Reife Maroni wurden selbst gesammelt und abends als Nachspeise in der Pfanne zubereitet.

2009 besuchten 4 LBVler für eine Woche die Insel Teneriffa im Zeitraum Ende August, Anfang September. Auch hier wurde ein Leihwagen ab dem Flughafen gebucht und eine private Unterkunft im Norden der Insel, unweit der großen Stadt Puerto de la Cruz. Die einheimischen Lebensmittel wurden auf einem nahe gelegenen Bauernmarkt direkt vom Erzeuger erworben, mit Frischegarantie und in ausgezeichneter Qualität.

Leichte Wandertouren in allen Landschaftsformen und ein Besuch auf dem höchsten Berg Spaniens, dem Teide (3718m), wurden unternommen. Beobachtet wurde zahlreiche endemische Vogelarten - also nur auf Teneriffa oder den Kanaren vorkommend- , wie etwa der blaugraue Teydefink, die schwer zu entdeckende Bolles Lorbeertaube, Mönchssittiche, der Kanarengirlitz (Stammform des Kanarienvogels), die Kanarenblaumeise und weitere endemische Rassen von Vogelarten, die auch bei uns heimisch sind. In einer Woche konnten auf La Palma 23 Vogelarten beobachtet werden, auf Teneriffa im gleichen Zeitraum 30.

 


Unscheinbar - und doch kostbarer Lebensraum Insektenkartierung auf LBV Grundstück vorgestellt

26.03.2010: Eine geballte Menge an Informationen konnten die Besucher der Jahreshauptversammlung des Landesbund für Vogelschutz (LBV) mit nach Hause nehmen, ebenso die Gewissheit, dass die Arbeit im Naturschutz auch weiterhin dringend notwendig ist.
LBV-Jahreshauptv-2010-1-1.pdf
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Nachschau auf den Vortrag von Marcel Püls: Vogelwelt der Hochseeinsel Helgoland

Landau. Auf einen Ausflug der besonderen Art begaben sich vergangenen Freitag Mitglieder des Landesbundes für Vogelschutz im Landauer Kastenhof. Marcel Püls, ein erst 13jähriger Vogelbeobachter aus Niederviehbach und Schüler am Dingolfinger Gymnasium, nahm die Besucher mit auf einen Rundgang über die Hochseeinsel Helgoland.

Helgoland ist die einzige Hochseeinsel Deutschlands. Besonders zur Zugzeit im Frühjahr und Herbst gilt sie wegen ihrer isolierten Lage in der Deutschen Bucht als Mekka der Vogelbeobachter. Sie besteht aus einer Hauptinsel und der etwas abseits gelegenen Düne. auf der 1,7 Quadratkilometer großen Insel leben 1300 Einwohner. Fähren dürfen den Hafen von Helgoland nicht direkt anlaufen, sie gehen auf Reede. Die Passagiere werden von dort mit kleinen Börtebooten an Land gebracht, für so manchen schon ein kleines Abenteuer.

So unterschiedlich wie die Insellebensräume, so verschieden ist auch die Vogelwelt. Woche für Woche können neue Vogelarten beobachtet werden. Am Hafen dominieren Silbermöwen, Kormorane und verschiedene Entenarten, besonders die Eiderente ist überaus häufig und allgegenwärtig. Möwen dürfen nicht gefüttert werden, manche sind zur Freude der Fotografen gar nicht scheu. Sie haben gelernt, mit dem Menschen zu leben.

Im von vielen Sträuchern bewachsenen Kringel sind immer seltenere Vogelarten zu beobachten. Marcel Püls berichtete von einem Wendehals, der sich bei besten Lichtverhältnissen bei der Ameisenjagd beobachten ließ. Auch Fitislaubsänger, Dorngrasmücken, Grauschnäpper, Braunkehlchen, Sperber, Turmfalken, Wiesenpieper und viele Steinschmätzer konnten dort ausgiebig beobachtet werden.

Auf der Düne sind Limikolen die Stars. Steinwälzer, Alpenstrandläufer, Knutts, Kampfläufer, Pfuhlschnepfen und Sanderlinge suchen am Sandstrand nach Nahrung. Auch Herings- und Mantelmöwen sowie Brandseeschwalben konnte er dort beobachten. Auf dem offenen Meer fliegen Schmarotzerraubmöwen ihre Bahnen. Besonders auch Seehunde und Kegelrobben ziehen viele Besucher der Düne in ihren Bann.

Höhepunkt und einzigartig ist jedoch der Vogelfelsen der Hauptinsel. An diesem über 50 m hohen roten Buntsandsteinfelsen kann der Ornithologe auch Anfang September noch Hochseevögel studieren. Um die 300 Paare Basstölpel versorgen zu dieser Zeit noch lautstark ihren Nachwuchs. Mit Glück findet man einzelne Eissturmvögel in der Brutwand. Trottellummen und Dreizehenmöwen haben um diese Jahreszeit ihren Brutplatz bereits verlassen. Sie können jedoch auch noch vereinzelt beobachtet werden. Nicht versäumen sollte der Vogelkundler auch einen Besuch der weltbekannten Helgoländer Vogelwarte auf dem Oberland der Insel. Gerne zeigen die Bediensteten den Fanggarten und stellen auch Ergebnisse ihrer Forschungsarbeiten vor.

Begeistert von den einmaligen Aufnahmen bedankte sich LBV-Vorsitzender Joachim Aschenbrenner bei Marcel Püls und wünschte dem jungen Naturschützer und Vogelbeobachter viel Erfolg bei seinen weiteren Streifzügen durch die Natur.


Rückblick auf den Vortrag im Kastenhof  am Freitag den 8.Januar 2010.

Der Vortrag über die Handaufzucht von Mauerseglern fesselte die zahlreichen Zuschauer und war sehr unterhaltsam zu gleich.

Frau Dr. Ninon Ballerstädt zeigte in zahlreichen Bildern und Videos auf, wie komplex und schwierig, aber auch notwendig es ist, schnell und richtig zu handeln, wenn man einen Mauersegler auffindet.

30-Jahrfeier im Landratsamt Dingolfing

Am Freitag den 19.Juni 2009 fand die Feier zu unserem dreißigjährigen Kreisgruppenjubiläum statt. Zusätzlich feierte man das hundertjährige Bestehen des LBV!!!

Neben Frau Dr. Merkel Wallner und Dr. Christian Stiersdorfer vom LBV, feierte mit uns auch Herr Landrat Heinrich Trapp, die 2.Bürgermeisterin der Stadt Dingolfing Christine Jodlbauer, Vertreter der hiesigen Naturschutzverbände und zahlreiche Vereinsmitglieder.

Als Höhepunkt des Abends las uns Frau Barbara von Wulffen aus ihrem Buch " von Nachtigallen und Grasmücken - über das irdische Vergnügen an Vogelkunde und Biologie" vor.

Den Abschluß des gelungenen Jubiläumsfestes bildete die Eröffnung der Ausstellung über die Projekte und die LBV-Chronik der Kreisgruppe Dingolfing-Landau. Glanzpunkt der Schautafeln waren zahlreiche Vogelaufnahmen der Fotografen Andrea Püls, Marcel Püls, Joachim Aschenbrenner und Michael Herzig. Für die Besucher der Veranstaltung gab es noch kühle Getränke, eine kleine Stärkung am Buffet und interessante Gespräche.