Der Kiebitz

Vanellus vanellus muss ein Bayer bleiben – Bayernweites Kiebitz-Schutzprojekt mit Arbeitsschwerpunkt in Niederbayern

Gefördert durch das Bayerisches Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, Januar 2023 bis Januar 2026

 

Arbeiten:

Kartierung der Kiebitz-Brutpaare zwischen Rimbach und Dornwang, Ausstecken der Nester wo nötig, Absprache mit Landwirten, Behörden und Landschaftspflegeverband zu weiteren Schutzmaßnahmen.

Das LBV-Kiebitzprojekt startete Anfang 2023 und soll die bereits im Landkreis Dingolfing-Landau vorhanden Schutzbemühungen bündeln und verstärken. In der ersten Brutsaison ging es deshalb vor allem um das Knüpfen von Kontakten – sei es zu den Behörden, die Fördermaßnahmen für den Kiebitzschutz bewilligen, den Ehren- und Hauptamtlichen Kiebitzschützern im Feld oder zu den Landwirten, auf deren Flächen der selten gewordene Bodenbrüter sein Nest angelegt hatte. Durch das intensive Absuchen der Flächen konnte den Landwirten meist rechtzeitig mitgeteilt werden, dass sie einen Gast auf ihrer Fläche haben. Mit ihrer Zustimmung wurde das Nest dann mit zwei Bambusstäben markiert, damit es bei der Bearbeitung umfahren werden kann. Diese einfache Maßnahme ist bereits ein wirkungsvoller Schutz.
Bei der Kartierung in der Brutsaison 2023 konnten im Bereich Rimbach und Dornwang 20 Kiebitzbrutpaare festgestellt werden. Neun Gelege konnten durch eine Markierung geschützt werden, wobei weitere Gelege bereits durch die zwischen dem Landschaftspflegeverband und dem Landwirt vereinbarte spätere Bewirtschaftung der Fläche geschützt wurden. Zum Ende der Brutsaison konnten dann insgesamt 6 flügge Jungvögel beobachtet werden.

Dr. Marie-Therese Krieger (LBV)

Kiebitznest (Bodengelege) mittig, zwischen den Bambusstangen (Foto: Dr. Marie-Therese Krieger).
Kiebitznest (Bodengelege) mittig, zwischen den Bambusstangen (Foto: Dr. Marie-Therese Krieger).

 

Ausstecken mit Bambusstangen der Nester, wo nötig.